Rückkehr zu den Wurzeln oder werde ich alt?

Darf man, wenn man 38 Jahre jung ist, die waghalsige These aufstellen, dass man alt wird?
Eigentlich folge ich dem Motto, dass man immer so alt ist, wie man sich fühlt – Punkt!

Werfe ich dann einen Blick zurück, dann ist aber seit meiner ersten Rollenspielrunde eine Menge Zeit vergangen. Pluto war noch ein Planet, Donald Trump ein notgeiler, aber einfacher Millionär und Ghostbusters noch ein tolle, unangetaste Filmreihe. 26 Jahre ist es nun her, dass ein Freund von seinem Sommerurlaub heim kam und meinte: „Ich hab da was Neues gespielt, das müssen wir auch daheim testen!“
Nun ja, ich bin hängen geblieben – süchtig – unheilbar!

Es war „Das Schwarze Auge“, was uns damals als erstes Rollenspiel begegnete. Damit waren wir nicht alleine, denn DSA (wie es kurz genannt wird) hat vielen Rollenspieler die Welt in die Fantastik und Pen & Paper Welt geöffnet. Auch heute erfreut sich das Rollenspiel rund um die Welt Aventurien an einer großen Fangemeinschaft. Im letzten Jahr erschien die bereits fünfte Edition und Ulisses wird nicht müde immer mehr neue Publikation auf dem Markt zu schmeissen (ich glaube allein 2016 waren es knapp 30 Hefte).

Ich habe in den Jahren viele Rollenspiele gespielt und tatsächlich war DSA hauptsächlich in meinen Anfängerzeiten an meiner Seite. Danach ging weiter mit Klassikern wie Ad&d, Shadowrun, Space Gothic, Cthulhu, etc. pp.

Wirklich hängen geblieben bin ich dann viele Jahre an D&D und Cthulhu. Und nun? Nun habe ich und eine Gruppe von alternden Menschen (nichts für ungut guys!) plötzlich die große Lust, dass wir wieder zurück kehren zu unseren Wurzeln. Ab Januar 2017 starten wir eine neue Rollenspielrunde und spielen die dritte Edition von DSA.
Hardcore Retro!

cof
cof

Ich meine, wenn Nintendo einen NES Mini auf den Markt werfen und alle sich drum prügeln und geil darauf sind, warum dürfen wir Rollenspieler das nicht auch? Zurück zu den alten Zeiten! Zurück zu den Zeiten, wo man noch wusste, dass Kaiser Hal eine Frau war und nicht Jahr für Jahr 30 neue Bücher erscheinen.
Der Vorteil an alten Editionen (so fern man sie hat): Man muss nicht auf neue Publikationen warten.
Wir brauchen endlich das Magiebuch, wann erscheint es denn? HA – vor 20 Jahren!
Ist doch wunderbar! Ich mag Klassiker und ich freue mich drauf. Rollenspiel war damals herrlich unkompliziert. Ja, einige Regeln waren sperrig und unpraktisch.
Aber ist das heute wirklich besser? Gerade in Zeiten, wo das halbe Internet an den Erratas und den Regeln mit bastelt? Ich denke nein!

Vielleicht werde ich alt – aber mit Stil. Und wenn ich wieder die Dinge spielen möchte, die mich damals zu meinem schönsten Hobby gebracht haben, dann kann dies ja wohl nicht die verkehrteste Wahl sein, oder?

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