Grill’em nerdy

Was tut ein Brettspiel- und Rollenspielnerd, wenn er mal nicht zockt, Serien oder Filme schaut?
Richtig, er frönt seiner weiteren Leidenschaft und grillt!

Zum Start meines Blogs gebe ich ja allgemein mal Einblicke in meine liebsten Hobbys und heute ist es mal Zeit um euch mein Grillhobby vorzustellen und damit endlich mal einen Artikel für meine Food-Rubrik zu kritzeln.
Dazu muss ich betonen, dass ich von Natur aus ein begeisterter Hobbykoch und Gastrofan bin, der liebend gerne neue Restaurants und Rezepte austestet. Die Leidenschaft für das Grillen ist noch „verhältnismäßig“ frisch in meinem Leben und wird erst seit knapp fünf Jahren zelebriert. Dies liegt vor allem daran, dass ich seit dem Umzug zum ersten Mal einen eigenen Garten für mich habe, der natürlich auch genutzt werden möchte.

Inzwischen ist Grillen eine Art Lebensgefühl für mich geworden und Freunde und Nachbarn sind im Sommer gerne zu Gast um sich von mir begrillen zu lassen. Dabei habe ich festgestellt, dass es nahzu nichts gibt, was man nicht mit dem Grill machen kann. Sogar Kuchen und Eisgerichte sind möglich.
Natürlich bedarf es da auch der richtigen Ausrüstung und Geräte, die ich euch heute einfach mal kurz vorstellen möchte – der nächste Frühling wartet schon (wobei ich auch gerne ab und an das Wintergrillen unterstütze) und dann wird der Foodbereich in meinem Blog mit neuen Kreationen, ausprobierten Rezepten, etc. geflutet – also sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Aber werfen wir einen Blick auf meine Ausrüstung. Als erstes bin ich glücklich, dass ich seit dem letzten Sommer endlich eine neue Hütte samt Grillplatz habe. Bisher hatte ich im Garten immer einen kleinen Schuppen stehen und die verschiedenen Grills standen auf der Terrasse. Das hatte leider zur Folge, dass die Terrasse immer mehr schrumpfte – von der Sauerei der Fettspritzer auf den Fliesen fange ich besser erst gar nicht an zu reden – hmpf!

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Aktuell habe ich vier Grills auf meinem Grillplatz stehen. Mein erster und ältester Grill ist zugleich auch ein Klassiker. Hier habe ich einen 57er Weber Kugelgrill stehen. Dieser wird ganz klassisch mit Kohle gefüttert und ist mir seit fünf Jahren ein treuer Begleiter. Mit Sicherheit die gewohnteste Form des Grillens.
Als Ergänzung habe ich mir dann vor zwei Jahren den Weber Genesis Gasgrill gegönnt.
Ich gehörte auch lange zu der Fraktion, die mit gefährlichem Halbwissen lauthals behauptete, dass Gas doch viel schlechter schmeckt als Kohle – Bullshit!
Am Ende ist es wie bei allen Dingen im Leben: Es hängt schlichtweg davon ab, was man damit macht. Wenn ich im Sommer nach einem langen Tag im Büro nach Hause komme und einfach schnell ein paar Bratwürste oder Spieße auf den Grill schmeissen möchte, dann ist der Gasgrill ideal. Es geht schnell, verursacht keine große Sauerei und ist schlichtweg auch bequem. Und ehrlich: Wer bei einer Wurst meint, dass sie so schwarz sein muss, dass man die Kohle schmecken kann, der sollte sich Gedanken über den Begriff „Krebsrisiko“ machen.
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Der dritte Grill im Bunde ist mein Pellet Smoker von Traeger. Smoken ist für mich die spannendste Unterform des Grillens. Bei Niedrigtemperatur etwas stundenlang auf den Grill (in diesem Fall Smoker) zu lassen, damit das Endergebnis ein butterzartes Stück irgendwas ist – genial!
Meine erste Erfahrung mit dem Smoken war mit meinem Kugelgrill. Durchaus möglich, aber im Ergebnis dann nur semi-befriedigend. Als nächstes hatte ich mir den Weber Smokey Mountain gegönnt. Der Smoker aus dem Hause Weber hat mir fast zwei Jahre einen guten Dienst erwiesen, hatte aber leider seine Macken. So hatte ich persönlich immer wieder Probleme die Temperatur konstant zu halten oder musste bei Briskett oder Pulled Pork teilweise Mitten in der Nacht raus um Kohle nachzulegen. Ich kenne Griller, die genau das toll finden und der Meinung sind, dass dies die urförmlichste Art des Grillens ist. Sie legen von Hand geschlagenes Holz nach, um das perfekte Raucharoma zu generieren und sitzen hypnotisch gebannt neben dem Smoker und kontrollieren stoisch genau die Temperatur – den nächsten Kohlebrocken im Anschlag.
Ja, KANN man machen, MUSS man aber nicht. Ich kenne Menschen, die zelebrieren den Vorgang des Grillens mit einer totalen Leidenschaft, dass der Genuss am Ende kaum noch eine Rolle spielt.
Ich gehöre hingegen zu den Typen Griller, die eben für den Verzehr und den Geschmack grillen. Mir ist der Weg zwar nicht egal, aber wenn ich mir das Leben vereinfachen kann, um das perfekte Gericht zu schaffen, dann gehe ich diesen auch. Alles was mir Arbeit beim Grillvorgang abnimmt, kann ich wiederum investieren um nebenher neue Grillsaucen zu kreieren.
Entsprechend habe ich mir dann den Pellet Smoker von Traeger gegönnt. Der Vorteil hier: Über eine elektronisches System, dass die Temperatur im Innenraum misst, reguliert der Smoker die Temperatur (die ich vorher einstellen kann) permanent selber. Fällt die Temperatur im Innenraum ab, dann feuert er automatisch nach, wird sie zu hoch, dann wird die Luftzufuhr geschlossen und die Temperatur sinkt.
Ich habe sicher schon über 40 Gerichte auf dem Smoker gemacht und jedes für sich war ein Traum. Vor allem meine Ribs und mein Pulled Pork lockt die gesamte Nachbarschaft an – die Rauchschwaden aus meinem Garten kündigen (leider) schon immer die Zubereitung an.

beefer
Last but not least hat mein neuster Grill auch etwas mit einigen Brettspielen gemein: Er ist nämlich über eine Kickstarter Kampagne gefundet worden.
Der Beefer von Otto Wilde ist ein Traum für Steaks. Das Teil heizt sich in kürzester Zeit auf bis zu 970 Grad auf und feuert von oben die komplette Hitze auf das Grillgut ab. Vorteil: Aussen bildet sich eine krosse Kruste, während das Fleisch innen noch ordentlich zart und butterweich ist. Gerade Steaks bekommt man auf einem normalen Grill nie so hin. Da ich das Schätzchen erst seit wenigen Wochen habe, kam ich leider noch nicht dazu so viel damit zu „spielen“. Aber ich bin mir sicher, dass sich dies bald ändern wird.

Auch wenn das Wintergrillen immer populärer wird und auch ich mich immer mal gerne dazu hinreissen lasse (an Heiligabend gab es Roastbeef vom Smoker), so bin ich doch ein „Schönwetter-Fussballer“. Ich brauche Sonne und Wärme, sonst meide ich bevorzugt die Aussenwelt. Von daher freue ich mich jetzt schon wieder auf den Frühling und habe schon wieder eine handvoll neuer Blogs, Kochbücher und andere Formen von Grilltipps erhalten, die es umzusetzen gilt.

Ick freu mir!

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