Meine Spoilerfreien Gedanken zu Sherlock Folge 1, Staffel 4

219823_487126321298900_1447924445_o.jpg

Tatataaaa, da ist sie endlich: Die erste Folge der neuen Sherlock Staffel ist so eben zu Ende und lässt mich durchaus unentschlossen zurück.

Nachdem das Weihnachts-Special aus dem letzten Jahr nur in den letzten 30 Minuten überzeugen konnte, war eine gesunde Skepsis durchaus angebracht. Moffat mag ein brillianter Autor sein, aber je länger etwas existiert, umso höher sind die Chancen, dass einem die Ideen ausgehen oder der ganze Metaplot am Ende zu abstrus wird.

Die Folge beginnt dann auch, meiner Meinung nach, mit einer eher unbefriedigenden Auflösung des Cliffhangers der dritten Staffel. So richtig schlau wird man nicht und die Tatsache, dass Sherlock am Ende der dritten Staffel nun mal einen Mord begangen hat, wird auch nur im „vorbei gehen“ als quasi Randnotiz abgehandelt.

Auf die weitere Handlung einzugehen wäre alles zu nah an einem Spoiler. Was man sagen kann, dass es um die Vergangenheit einer wichtigen Person geht, die von ihr eingeholt wird.
Ich bin der Meinung, dass Sherlock hier mal wieder das klassische Problem der letzten Staffeln mit sich bringt: Staffelauftakt ist nicht Moffats Stärke. Verwirrungen, Verirrungen, Vergangenheit. Viele Fragezeichen und halbgare Auflösungen.

Ähnlich wie bei dem Weihnachts-Special nimmt erst die letzte halbe Stunde wieder ordentlich Fahrt auf – und Holla – hier überschlagen sich die Ereignisse. Dabei könnten die Konsequenzen und die Geschehnisse (Moffat bzw. Gatiss geben hier wirklich ordentlich Gas) so spannend und intensiv für die weitere Geschichte sein, dass man sprachlos und begeistert zugleich zurück bleibt.
Nun aber das große ABER: In vielerlei Hinsicht sind die Handlungen, Gedanken und Reaktionen der Charaktere wirklich enorm inkonsistent. Drei Staffeln voller Charakterentwicklungen und Beziehungen die aufgebaut werden und hier in der vierten Staffel denkt man sich nur: Warum???
Dramaturgie hin oder her, aber Sherlock ist ein Krimi-Thriller und keine dramaturgische Version der Lindenstraße. Hier bin ich noch etwas ratlos, wie sich die Geschehnisse der Folge auf den Rest der Staffel auswirken werden – und das werden sie, ordentlich und enorm.

Ein Teil von mir ist sehr sehr zufrieden mit dem Staffelauftakt, während der andere Teil sich denkt: Muss das sein?
Schlecht war der Auftakt nicht, schon irgendwie gut – aber für eine Serie wie Sherlock, die die Maßstäbe sehr hoch gesetzt hat, bleiben dann doch zu viele Aber’s übrig, als das ich in vollkommene Euphorie ausbreche.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s