Brettertänzchen 01:The Others

Willkommen zu meiner neuen Rubrik: Brettertänzchen. Hier stelle ich in maximal 400 Zeichen ein neues Brettspiel vor. Keine großes BlaBla, sondern eine kurze und harte Übersicht in wenigen Worten. Ich kenne das selber: Mich interessiert ein Brettspiel und man muss sich durch ellenlange Rezensionen kämpfen. Mag nett sein, aber manchmal liegt eben doch in der Kürze die Würze. Deshalb heisst es nun: Brettertänzchen!

„The Others“ ist ein Brettspiel von Cool Mini Or Not, das in Deutschland über Asmodee erschienen ist. Das Spiel ist ein Dungeon Crawler im Stil von Imperial Assault, Descent & Co. Dabei spielen max. vier Spieler gegen einen Overlord. Ein Spieler muss also immer die Gegenspieler Rolle übernehmen, während die Spieler gemeinsam als sogenanntes F.A.I.T.H. Spezialeinheit auftreten. Spannendes Element: Der Overlord muss eine der sieben Todsünden übernehmen. Im Grundspiel gibt es leider nur zwei – den Rest gibt es über AddOns. Jede Todsünde hat dabei eigene Fähigkeiten, Gegnerarten, so wie ein großen Avatar, der als Art Endboss über einen Ereignissmarker getriggert und ausgelöst wird.

Das Spielfeld selber ist, wie bei vielen Dungeon Crawler modular aufgebaut. Vorgegebene Szenarien beschreiben den Spielaufbau. Die Szenarien selber teilen sich in drei Arten auf, nämlich Terror, Verderbtheit und Erlösung. Diese verschiedenen Storys unterscheiden sich im groben von den Spielbedingungen und Lösungswegen, was dem Spiel noch mal ein wenig mehr Tiefe gibt. Ein Kampagnensystem gibt es allerdings nicht, so dass man immer nur einzelne Szenarios spielt und dabei immer wieder neu anfängt.

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Wie bei einem typischen Dungeon Crawler gibt es eine Masse an Helden (viele auch noch über zusätzliche Addons), die verschiedenen Klassen angehören und individuelle Skills und Fähigkeiten. Spannend: Helden können sündigen um „verdorbener“ zu werden und damit ihre Stats zu pushen. Ab einem gewissen Verderbtheitsgrad ist es aber um den Helden geschehen, was durch Monster, Overlord und Kämpfe noch zusätzlich beschleunigt werden kann – autsch!

Das Material von „The Others“ ist CMON typisch mal wieder unheimlich klasse geworden. Die Figuren sind toll designt und qualitativ wirklich 1A. Vor allem die Avatare der Todsünden sind ein echter Hingucker. Wer seine Minis gerne bemalt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

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Fazit: Ich mag „The Others“ enorm gerne. Während anderen Dungeon Crawler schnell unausgewogen werden und entweder Richtung Overlord oder Richtung Spieler ausschlagen, hatte ich bei unseren Partien stets das Gefühl, dass beide Seiten stets gute Chancen hatten, wenn man aufmerksam bleibt. Vor allem das Art-Design des Spiels verdient eine besondere Aufmerksamkeit, denn wer Giger-Lovecraft & Co mag, wird hier leuchtende Augen bekommen.

Einen Tanz wagen:

– wenn ihr auf Dungeon Crawler mit guter Balance steht
– wenn euch Zombicide zu einseitig ist
– wenn obskures Artdesign euch ein Lächeln auf die Lippen zaubert
– wenn Imperial Assault euch zu viel Star Wars ist

Tanzmuffel bleiben:

– wenn ihr Amitrash hasst
– wenn Kampagnensysteme bevorzugt
– wenn ihr rein kooperativ spielen wollt
– wenn ihr Miniaturen in Spielen nichts abgewinnen könnt

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